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    Kristin, Ex-Katholikin, USA (teil 2 von 2)

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    Kristin, Ex-Katholikin, USA (teil 2 von 2)

    Message  Admin le Dim Juil 18, 2010 3:13 pm

    Kristin, Ex-Katholikin, USA (teil 2 von 2)


    ﴿كرستين، كاثولكية سابقا ، من الولايات المتحدة
    الأمريكية ( الجزء2 من 2)






    [Deutsch - German - ألماني]

















    Kristin


    كرستين








    Übersetzer:
    Dr. Moulay Mohamed Ghembaza


    المترجم:
    د. مولاي محمد غمبازة




































    1430 - 2009












    Beschreibung: Nachdem sie in einem Chatroom in den Islam
    eingeführt wurde, findet sich Kristin den Qur´an lesend und weinend in einer
    Bibliothek wieder auf der Suche nach der Religion.


    An diesem Punkt war
    ich einfach nur verwirrt und frustriert, genau wie am Anfang meiner Suche. Ich hätte am liebsten meine Arme zu Gott
    erhoben und geschrien: "Was jetzt?"
    Ich war keine Jüdin, und ich war keine Christin; ich war nur eine
    Person, die einen Gott glaubte. Ich
    dachte, ich gebe die organisierte Religion ganz auf. Alles, was ich wollte, war die Wahrheit; mir
    war egal, aus welchem heiligen Buch sie kam; ich wollte einfach nur die Wahrheit!


    Eines Tages las ich
    im Internet und entschloß mich, eine Pause zu machen und einen Chatroom zu
    suchen. Mir fiel ein "Religions-Chat",
    der mich natürlich interessierte, also klickte ich auf "an". Da entdeckte ich einen Raum, der sich
    "Muslim-Chat" nannte – sollte ich da hineingehen? Ich hoffte, dass keine Terroristen Zugang zu
    meiner e-mail bekommen und mir Computerviren oder schlimmeres senden
    würden. Bilder von großen schwarz
    gekleideten Männern mit großen Bärten, die an meine Tür kommen und mich
    kidnappten, durchzuckten meinen Kopf. (Du
    kannst sehen, wieviel ich vom Islam wußte – nichts!) Aber dann dachte ich, es ist nur eine
    harmlose Nachforschung. Ich entschloß
    mich, hineinzugehen und bemerkte, dass die Leute in diesem Chat-Room überhaupt
    nicht so furchterregend waren, wie ich sie mir vorgestellt hatte. Tatsächlich nannten sich die meisten von
    ihnen "Bruder" oder "Schwester", auch wenn sie sich gerade
    erst getroffen haben! Ich sagte:
    "Hi!" zu jedem und sagte ihnen, sie sollen mich mit den Grundlagen
    des Islam vertraut machen – von denen ich nichts wusste. Was sie zu sagen hatten, war interessant und
    stimmte mit dem überein, was ich bereits glaubte. Einige Leute boten mir Bücher an, also sagte
    ich: "okay". (Nebenbei
    bemerkt, ich bekam nie irgendwelche Viren und keine Männer tauchten an meiner
    Tür auf, um mich zu entführen, außer meinem Ehemann, aber da ging ich
    freiwillig!)


    Als ich mich aus
    dem Chat ausloggte, ging ich auf dem direkten Weg zur Bibliothek und ließ mir
    jedes Buch über den Islam zeigen, genau wie ich es mit dem Judentum getan
    hatte. Jetzt war mein Interesse geweckt,
    und ich wollte lesen und mehr lernen. Bevor
    ich mit einem Riesenstapel Bücher nach Hause kam, wollte ich ein paar
    ansehen. Dies war ein Wendepunkt für
    mich… Die ersten wenigen, die ich mir
    ansah, erklärten die Grundlagen detaillierter, einige waren Lehrbücher und
    manche hatten Bilder von wunderschönen Moscheen mit Frauen in Tüchern. Ich war glücklich, dass ich auch einen Quran
    gefunden hatte... ich öffnete ihn zufällig und began zu lesen. Die Sprache war es, die mich zuerst traf, ich
    fühlte, dass eine Autorität mit mir sprach, kein Mann, so wie ich bei anderen
    "heiligen" Texten immer den Eindruck gehabt hatte. Die Passage, die ich las (und leider weiß ich
    nicht mehr, welche es gewesen war), handelte davon, was Gott in diesem Leben
    von dir erwartet und wie du Seinen Befehlen entsprechend leben sollst. Sie erklärte, dass Gott der Gütigste und
    Barmherzigste und der All-Vergebende ist.
    Am wichtigsten: zu Ihm kehren wir alle zurück. Bevor ich es merkte, konnte ich jede meiner
    Tränen auf die Seiten tropfen hören, die ich gerade las. Ich weinte – gerade hier, mitten in der
    Bibliothek, denn schließlich hatte ich nach all meinem Suchen und Hinterfragen
    das gefunden, wonach ich gesucht hatte – den Islam. Ich wußte, der Quran war etwas Einzigartiges,
    denn ich hatte schon viel religiöse Literatur gelesen und KEINE war jemals
    annährend so deutlich gewesen oder hatte mir ein solches Gefühl
    vermittelt. Jetzt konnte ich die
    Weisheit Gottes erkennen… dass Er mich zuerst das Judentum und das Christentum so
    gründlich erforschen lassen hat, bevor ich den Islam fand, so dass ich sie alle
    vergleichen konnte und mir bewußt wurde, dass NICHTS mit dem Islam zu
    vergleichen war.


    Von diesem Punkt an
    veriefte ich meine Nachforschungen über den Islam. Ich näherte mich ihm, indem ich nach
    Ungereimtheiten suchte, so wie ich es mit dem Judentum und dem Christentum auch
    gemacht hatte, aber es waren keine zu finden.
    Ich durchstöberte den Quran, suchte nach der kleinsten Ungereimtheit,
    dem kleinsten Widersprüch, aber bis zum heutigen Tage war ich nicht in der
    Lage, auch nur EINE einzige Ungereimtheit darin zu finden! Eine andere großartige Sache, die ich am
    Quran liebe, ist, dass er den Leser herausfordert, ihn zu hinterfragen. Er sagt über sich selbst, wenn er nicht von
    Gott wäre, würdet ihr eine Menge Widersprüche darin finden! Der Islam ist nicht nur frei von
    Widersprüchen, ich fand auch Antworten auf sämtliche Fragen, die mir in den
    Sinn kamen – befriedigende Antworten.


    Nach drei Monaten
    entschied ich mich, dass der Islam die Antwort war und konvertierte offiziell,
    indem ich die Schahada aussprach. Allerdings
    sprach ich meine Schahada am Telefon mit einem Imam aus Pennsylvania, denn in
    meiner Nähe gab es weder Muslime noch Moscheen (die NÄCHSTE war ungefähr 6
    Stunden entfernt). Ich habe meine
    Entscheidung zu konvertieren nie bedauert.
    Da es da, wo ich lebte, keine Muslime gab, mußte ich selbst die
    Initiative ergreifen und vieles allein lernen, aber ich wurde niemals müde,
    denn ich lernte die Wahrheit. Die
    Annahme des Islam war wie ein Erwachen meines Geistes, meines Verstandes und
    sogar meiner Weltsicht.


    Ich könnte es mit
    jemandem vergleichen, der ein schlechtes Sehvermögen hat; er strengt sich an,
    um mit der Klasse mitzuhalten, kann sich nicht konzentrieren und wird ständig
    durch seine Behinderung herausgefordert.
    Wenn du ihm einfach eine Brille geben würdest, würde ihm alles klar und
    deutlich erscheinen. So ist meine Erfahrung
    mit dem Islam: als hätte ich eine Brille erhalten, die es mir zum ersten Mal
    erlaubte, wirklich zu sehen.


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